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TU Berlin

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Großringlaser

Lupe

Die erste Apparatur, welche uns von Dr. Thomas Klügel vorgestellt wurde, war der Großringlaser, welcher sich auf dem Geländer der Station befindet. Mit diesen Ringlasern ist es möglich, die Drehgeschwindigkeit der Erde zu erfassen. Das Prinzip eines Ringlasers beruht auf dem so genannten "Sagnac Effekt". Umläuft Licht, umgelenkt über Spiegel, eine Fläche rechts und links herum, so ist im ruhenden System die Umlaufzeit in beide Richtungen identisch. Dreht sich jedoch die gesamte Apparatur, so ist die Umlaufzeit des Lichtes länger, das gleichsinnig mit der Drehung umläuft, die Umlaufzeit des gegensinnig umlaufenden Lichtes kürzer. Dieser Effekt kann bei Überlagerung des links und rechts umlaufenden Lichtes in Form einer Schwebungsfrequenz beobachtet werden, die abhängig von der Drehgeschwindigkeit ist. Auf der sich drehenden Erde ist damit ein Laserkreisel ein lokaler Erdrotationssensor, der weder auf zu beobachtende Objekte noch auf globale Beobachtungsnetze angewiesen ist. Der Vorteil eines Laserkreisels zur Erfassung der Erdrotation wird in der zeitlich höheren Auflösung gegenüber den bisher eingesetzten Raumverfahren gesehen. Die Ergebnisse können lokal beobachtet und echtzeitnah bereitgestellt werden. Mit dem Bau des Großringlasers „G“ wurde im Jahr 1999 auf der Fundamentalstation Wettzell begonnen. Der Ringlaser, der eine Fläche von 4m x 4m umspannt, ist in einem unterirdischen Labor untergebracht. Nur dadurch können die erforderliche hohe Temperaturkonstanz sichergestellt und die bestmögliche Abschirmung von Rotationsanteile erzeugenden Umgebungseinflüssen erreicht werden. Nach einer Bauzeit von etwa drei Jahren wurde Ende 2001 mit dem Messbetrieb begonnen. So konnten erstmals die täglichen Polbewegungen von wenigen Zenitmetern messtechnisch nachgewiesen werden, die bisher nur theoretisch vorausgesagt und abgeschätzt werden konnten.

Ringlaser
Supraleitendes Gravimeter
Permanente GNSS-Stationen
20 m-Radioteleskop
Wettzell Laser Ranging System (WLRS)
Zeit und Frequenz

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